Die bestgelaunteste Bewerbungsphase

Also jetzt mal ehrlich, heute ist so ein Tag an dem man das Gefühl hat alles zu schaffen, was man sich vornimmt. Kennt ihr das? Man wacht auf, springt beim ersten Weckerläuten aus dem Bett (und glaubt mir das ist wahrlich nicht mein Stil), die Sonne scheint, man packt den Frühlingsmantel aus und findet eine Zwei-Euro-Münze in den Taschen (Geldscheine wurden vorsorglich bei Wintereinbruch in Punsch investiert). Zusammengefasst: ich hab richtig gute Laune. Und das liegt wohl auch daran, dass ich heute nicht nur einen, sondern gleich zwei Jobs angeboten bekommen habe. Jetzt hab ich die Qual der Wahl und als geborene und in allen Facetten-lebende Waage nun ein Entscheidungsproblem. Aber hey, ich beschwere mich definitiv nicht, denn ich weiß ganz genau wie schwer es manchmal sein kann einen (noch dazu passenden) Job zu finden. Deshalb dachte ich mir, dass es ganz fein wäre meine Erfahrungen und Tipps mit euch zu teilen.

Falls ihr euch jetzt denkt: „Uh, zweiter Blogeintrag und sie denkt schon sie könnte uns Tipps geben.“- total legitim. Einfach aufhören zu lesen. Ich mag das oft auch nicht, wenn Blogger sich dann einfach mal zur Expertin küren, aber in diesem Falle denk ich einfach, dass es manchen von euch taugen könnte zu hören wie ich so Bewerbungsphasen angehe. Also los geht’s:

  • Bleib du selbst: klingt abgedroschen, ist aber definitiv das Wichtigste bei Bewerbungen. Wer sich verstellt oder Tatsachen vorgaukelt, die gar nicht stimmen, wird vielleicht den Job bekommen, aber wahrscheinlich auf Dauer nicht glücklich damit werden. Hast du keinen Bock auf Europass-Lebenslauf? Versteh ich, mach dein eigenes Ding und bastel dir selbst einen. Findest du, dass die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ für die Firma zu aufgesetzt ist? Lass es bleiben und finde deinen eigenen Stil. Glaub mir, der potentielle Arbeitgeber wird dich dafür lieben keinen nullachtfünfzehn-Mist zu lesen und sich an dich erinnern. Und falls es ihm nicht passt, dann denk immer daran, dass du dort wohl auch eher nicht arbeiten willst.
  • Sei realistisch: Das ganze fängt an, wenn man auf unijobs.at & Co schaut. Ich überlege mir immer vorab wie mein Traumjob im Idealfall aussehen sollte (ja, das sollte auch die Kohle beinhalten) und reduziere diese Vorstellung dann auf ein paar Punkte, die definitiv passen müssen, wie zB Gehalt, Arbeitszeiten, Jobinhalte etc. Dann erst schaue ich mir die verfügbaren Jobs an, um nicht den gleichen Fehler wie eine Hungrige beim Lebensmitteleinkauf zu machen, nämlich mir das Erstbeste und eigentlich Unnötige zu schnappen. Man ist vielleicht für kurze Zeit gesättigt, aber im Endeffekt so oder so nicht glücklich.
  • Bleib offen für Neues: manche unter euch mögen jetzt vielleicht sagen, dass das dem letzten Punkt widerspricht. Mitnichten! Oft liest man in Jobanzeigen 148.394 verschiedene Anforderungen, die am besten von einem flexiblen 19-Jährigen Studenten im letzten Studienjahr erfüllt werden sollen. Das heißt aber noch lange nicht, dass nicht genau du der Richtige für diese Firma bist. Oft schauen potentielle Arbeitgeber gar nicht mehr so sehr auf fixierte Ausbildungspunkte und Kenntnisse, sondern mehr auf Charakter und wie gut könnte man ins Team passen. Und hey, was verlierst du, wenn du es einfach probierst? Träume sind ja bekanntlich da, um in Erfüllung zu gehen. Und meine romantisches und manchmal etwas von der Hollywoodindustrie verklärte Seite schreit gerade laut „Yes, we can!“.
  • Lass dich nicht unterkriegen: dieser Punkt ist auch enorm wichtig! Bekommst du erst einmal eine vorformulierte-standardisierte Absage von deinem vermeintlichen Traumjob: kränk dich nicht und mach vorallem weiter! Das ist oft nicht leicht, weil man sich innerlich schon sich selbst als Anne Hathaway in „The Intern“, aufstrebender Star am Start-Up-Himmel gesehen hat. Aber wenn du nicht aufgibst, wirst du sehen, dass es sich auszahlt und du einen herrlich-genialen Job finden wirst.
  • Fotoliebe auf den ersten Blick: der letzte Punkt klingt nach kitschiger Traumschifffahrt und Boardfotograf, ist aber in Wahrheit superwichtig. Obwohl ich mich noch immer, so weit es geht gegen den österreichischen Trend des „Bitte senden Sie Ihren Lebenslauf, Motivationsschreiben und UNBEDINGT Foto an….“ wehre, ist es etwas dem man sich schwer verwehren kann. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass keiner von Euch da draußen diesen Tipp braucht, weil ihr alle super Bewerbungsfotos habt, aber hier noch einmal zusammengefasst: Recruiter werden euch für nicht-verwackelte, sonnenbrillenfreie, realistische (Photoshop ist erlaubt, solange ihr noch wie ihr und nicht Kim Kardashian ausseht) Fotos lieben!

Natürlich würden mir noch tausend andere kleine Dinge einfallen, aber dennoch bin ich überzeugt davon, dass ihr, falls ihr gerade auf Jobsuche seid, mit den oben genannten Kniffen potentielle Arbeitgeber mit eurem arbeitsspezifischen Charme um den Finger wickeln werdet. Falls ihr trotzdem noch Fragen habt oder gerne was wissen wollt, schreibt mir einfach, ich freu mich!

In dem Sinne: bleibt motiviert und schön ehrlich!

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