Eine karmageschwängerte Wiedervereinigung

Also jetzt mal ehrlich, nach der vergangenen Woche hab ich mich des Öfteren gefragt, was mit meinem Karma-Haushalt los ist. Genauer gesagt die Karmaecke, die für Diebstähle zuständig ist. Wieso ich mich damit auseinander setze? Naja, gezwungenermaßen sozusagen. Ihr kennt mich jetzt vielleicht noch nicht so lange, aber ich nehme meine Aufgabe hier sehr ernst und versuche keine Unwahrheiten zu verbreiten, also nehmt bitte das folgende als gegeben hin: ich habe es doch allen Ernstes geschafft, dass mir in nicht einmal einer Woche zweimal (!!!) das Handy geklaut wurde.

Der erste Diebstahl ist noch recht unspektakulär Samstag nächtens auf der Tanzfläche des Gürtellokals B72 passiert. Nochmal schnell um zwei Uhr morgens total unlogische, aber natürlich höchst amüsante Nachrichten an die brav Daheimgebliebenen versendet und schwupps war es eine halbe Stunde später auch nicht mehr da. Ich muss zugeben, dass es nicht der schlimmste Verlust war und der Dieb keinen richtig guten Fang gemacht hat, da der Bildschirm wie ein Spinnennetz ausgesehen hat und ich aufgrund von nicht-funktionierender Frontkamera meine Mitmenschen auf Snapchat mit einer schönen Auswahl an Selfies genervt habe. Also hab ich mich noch in der Nacht selbst rülpsend und etwas torkelnd eine Schweigeminute abgehalten und bin dann nach einer kurzen (und gar nicht so schlimmen) handyfreien Zeit losgezogen und habe mir das erste iPhone meines Lebens gekauft.

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Mein Mac’i (liebevoll für MacBook) und ich sind schon seit Jahren ein eingespieltes Team und jetzt hat eben auch das Smartphone den Weg in unsere kleine, heitere Technikfamilie geschafft. Weil ich aber wahnsinnig ungeschickt bin und gerne mal das Handy ins Klo fallen lasse oder es als überaus weise empfinde das Telefon an der schmalsten Kante eines Balkons balancieren zu lassen, habe ich mich einmal meinem Alter entsprechend benommen und eine Versicherung gegen Bruch, Beschädigung und Diebstahl abgeschlossen. „So schnell passiert dem eh nichts mehr, aber sicher ist sicher!“, denke ich mir.

Wie schnell es gehen kann, zeigt die folgende Geschichte vom letzten Donnerstag. Ja, genau, 3 Tage nach meinem Shoppingtrip zu Apple. Ich brauche mal wieder nichts Bestimmtes, aber doch einiges und setze mich also Donnerstag Vormittag zusammen mit meiner Freundin und Nachbarin und ihrer kleinen Tochter Flo ins Auto und wir düsen zu IKEA. Dort angekommen muss ich die schlimme und schmerzhafte 30-minütige Trennung von meinem Handy kompensieren und checke natürlich am Weg vom Parkplatz zum Eingang meine neuen Nachrichten. Ein bisschen Instagram, ein bisschen Whatsapp- das übliche der Generation Smartphone eben.

Mein Handy verstaue ich im Seitenfach meines Hipstergeprüften Fjällrävens und wir machen uns auf vorbei an leckerem Essen auf ins Einrichtungsparadies. Im Obergeschoss angekommen, will ich meiner neugefundenen Snapchatsucht nachgehen und die entzückende Florentina im Einkaufswagen ablichten. Doch wo ist denn jetzt mein Handy? Kurz durchatmen, um die aufkommende Panik zu unterdrücken. Aber wer kennt diese Situation denn nicht, wo sich so ein kleines Ding mal zwischen Taschentüchern und unendlich vielen anderen Stücken im Rucksack/Handtasche versteckt- keine Sorge! Das ist bestimmt hier irgendwo. Aber nein, es taucht einfach nicht auf und ich gebe meiner mittlerweile ausgewachsenen Panik nach. Ich renne den 3-minütigen Weg von Parkplatz zu Eingang nicht nur einmal ab, während ich innerlich wüst vor mich hinschimpfe und Freundin Andi mein Handy immer wieder anruft. Doch es taucht einfach nicht auf.

Irgendwann erinnere ich mich an ein paar richtig nützliche Apps und tracke mein iPhone. Tatsächlich- es funktioniert und es befindet sich noch in der SCS. Als sich der blau-blinkende Punkt plötzlich bewegt, starten auch wir in 3-Fragezeichen-Manier los, um den Dieb zu verfolgen. Doch nach kurzem Hoch ist es einfach nur frustrierend. Zwei Stockwerke, der Punkt springt immer wieder hin und her und auch die Securities können uns logischerweise nicht weiterhelfen. Wir landen schlussendlich bei zwei Polizisten, die zwar ebenso hilfswillig, aber sonst machtlos sind. Wir kommen nach zwei Stunden an den Punkt der Kapitulation und beschließen noch ein letztes Mal meine Nummer zu wählen. Und was passiert? Es hebt doch tatsächlich jemand ab!! Eine nette ältere Männerstimme erzählt uns, dass er das Handy vor nicht einmal 15 Minuten am Parkplatz von IKEA zwischen ein paar geparkten Autos gefunden hat. „Wenn es nicht weiß gewesen wäre, hätte er es wahrscheinlich nicht einmal bemerkt.“, erklärt er. Ich kann mein Glück gar nicht fassen und nicht einmal der Weg nach Eisenstadt, wo sich mein iPhone inklusive Finder mittlerweile befinden, können meine Freude schmälern.

Was im Endeffekt wirklich mit meinem Handy passiert ist- keine Ahnung! Letztendlich ist es ja gut ausgegangen, ich hatte (im Nachhinein gesehen) einen sehr aufregenden Tag (der aber auch so schnell nicht mehr so passieren muss) und bin happy, dass Phoney und ich wieder vereint sind. Ob es wohl an dem geklauten, selbst gedruckten Foto liegt, dass ich einmal (unabsichtlich) aus einem Drogeriemarkt entwendet habe?

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